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Angebote für Ihr Kind

Wir arbeiten in der Bunten Burg nach einem teiloffenen Konzept. Das heißt, dass unser Tag gemeinsam in der Gruppe mit dem Morgenkreis beginnt. Nach dem ersten Ankommen, dem Kontaktaufnehmen und dem Einfinden in Spielsituationen, starten wir die einzelnen Angebote in den dafür eingerichteten Räumlichkeiten (Bildungsräume), die wir kurz vorstellen:

Bau- und Konstruktionsbereich:

Kinder lernen durch Ausprobieren. Durch den Umgang mit Bauklötzen, Steinen, Hölzern usw. machen Kinder wichtige physische (und physikalische) Erfahrungen. Bauen und Konstruieren erfordert nicht nur eine gute Auge-Hand-Koordination, auch Geduld und Ausdauer sind notwendig, um das persönliche Ziel zu erreichen.

Wie von selbst wird durch das Spiel mit Konstruktionsmaterial der Grundstein für Geometrie und Mathematik gelegt. Wie wird ein Turm stabil? Welche Formen eignen sich für mein Vorhaben? Schaffe ich es einen Turm zu bauen, der so groß ist, wie ich selbst?

Das soziale Miteinander geht mit diesen Erfahrungen einher. Die Kinder lernen voneinander, suchen sich Unterstützung, beschützen ihre Werke und zeigen Stolz, wenn sie über sich hinausgewachsen sind.

Nicht zuletzt braucht es Frustrationstoleranz und Ausdauer, um die Erfahrung zu machen, dass man die Welt mitgestalten kann.

Die dem Kind inne wohnende Kreativität selbst ist ein Geschenk Gottes. Im Bauen und Werken wird das Geschöpf zum Schöpfer. Auch das kann entdeckt werden.

Forscherraum:

Forschen bedeutet, Dinge zu ergründen. Kinder sind von Natur aus neugierig, stellen Fragen, wollen die Welt entdecken. Wir ermöglichen den Kindern, ihrem ganz natürlichen Drang des Entdeckens nachzukommen und selbst Antworten auf ihre Fragen zu finden. Durch das Forschen erschließen sich Kinder die Welt. Egal wieviel Vorerfahrung jedes einzelne bereits gesammelt hat, jede individuelle Perspektive bereichert den Prozess.

Das Erkunden von Material mit allen Sinnen ist die Basis, die Umwelt in ihrer Komplexität wahrzunehmen. Kinder fragen, warum etwas ist wie es ist, um sich die Welt zu erschließen. Was passiert, wenn man blaue und gelbe Farbe mischt? Wieviel ist „viel“? Wie funktioniert der menschliche Körper? Diesen Fragen gehen wir gemeinsam auf den Grund.

Um sich die eigene Welt überhaupt forschend erschließen zu können, braucht es die Gewissheit über die eigene Herkunft. Jedes Kind beschäftigt sich mit der Frage: „Woher komme ich?“, oder: „Warum bin ich hier?“. Damit setzen wir uns in der Kita auseinander.

Atelier:

Kinder wollen Spuren hinterlassen. Etwas zu gestalten und sich künstlerisch auszudrücken, ist Teil der kindlichen Entwicklung. Schon die Jüngsten beginnen mit haptischen Erfahrungen als Vorbereitung auf künstlerische Prozesse. Das Gefühl von Farbe an den Händen oder das Arbeiten mit Kleister sind wertvolle Erlebnisse, die einen Zugang zum kreativen Gestalten ermöglichen. Es gibt kein richtig und falsch, denn Kunst ist subjektiv und jedes Kind hat eine andere Art und Weise sich auszudrücken. Besonders wichtig ist uns, Kindern den Raum zu geben, sich auszuprobieren und mit verschiedenen Materialien arbeiten zu können.

Selbstständig im Atelier tätig zu sein, ermöglicht den Kindern, sich als selbstwirksam zu erleben. Hier können sie auch ohne Sprache Erlebtes verarbeiten, Wünsche ausdrücken oder Botschaften vermitteln.

Rollenspielbereich:

Im Rollenspielbereich hat die Fantasie keine Grenzen. Hier kann man in jede erdenkliche Rolle schlüpfen – sei es ein Tier, jemand aus der eigenen Familie oder ein Superheld. Die sozial-emotionale Kompetenz kann sich hier fast von allein entwickeln, denn die meisten Kinder finden sich in Peer-Gruppen zusammen, um etwas zu spielen.

In eine Rolle zu schlüpfen kann das Selbstbewusstsein maßgeblich positiv beeinflussen, weil Kinder hier entscheiden, welche Rolle sie in Gruppenkonstellationen einnehmen: Bin ich der Ideengeber, ordne ich mich unter oder komme ich jetzt aus mir heraus? Für Kinder ist das Rollenspiel bedeutungsvoll, um alltägliche Situationen nachzuspielen und zu verarbeiten. Die eigenen Gefühle und die der Spielpartner werden wahrgenommen und bewusst erlebt.

Gleichzeitig er- und durchleben Kinder spielerisch die Vielfalt menschlichen Verhaltens – und damit die Vielfalt der Menschen selbst. Rollenspiele ermöglichen, die unterschiedlichen Interessen, die ein Kind in den verschiedenen  „Rollen“ einnimmt, als gleichwertig zu verstehen. Darin wird das Verständnis für das Gegenüber gefördert und die Gleichwürdigkeit der Menschen verdeutlicht, unabhängig von ihrem sozialen Rang, ihrer Haufarbe, Religion usw.

Turnhalle:

Kinder sind (fast) immer in Bewegung. Die Basis für eine gesunde Entwicklung ist die Grobmotorik. Koordination und Bewegungsabläufe müssen trainiert werden, um sich geschickt bewegen zu können. Für uns ist es von Bedeutung, Kindern Raum für ihren Bewegungsdrang zu geben und sich mit ihren motorischen Fähigkeiten zu befassen.

Um das innere und äußere Gleichgewicht in Balance zu bringen, nutzen wir Bewegungsmaterial nach Hengstenberg.  Diese Bewegungsgeräte sind miteinander kombinierbar und vielseitig und kreativ einsetzbar. Der Grundgedanke ist es, dass sich Kinder in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Wir geben ihnen Raum und Zeit sich selbst einzuschätzen, Elemente selbstständig einzusetzen, zu erkunden und in eigenem Tempo auszuprobieren, um über sich selbst hinauszuwachsen.

Garten:

Eine naturnahe Gestaltung des Außengeländes lässt Freiraum für Fantasie und kreative Spielideen. Der natürliche Außenbereich am Waldrand lässt vielseitiges Erleben und Erkunden zu. Die Kinder können hier ihren Bedürfnissen nach Bewegung, Begegnungen mit Freunden, verweilen, beobachten von Tier und Natur oder Sinneserfahrungen nachkommen.

Im Rahmen des Freispiels wird der Garten wie alle anderen Räume als Bildungsbereich genutzt.